Historische Druckverfahren

Ambiente mit Flair
Historische Bilder üben einen besonderen Reiz auf den Betrachter aus. Die feine Handarbeit, hochwertige Ausführung, detaillierte Darstellung und fein gesetzte Farben ziehen die Blicke auf sich. Wer alte Bilder kaufen möchte, kann unter verschiedenen Herstellungsmethoden wählen. Kupferstiche, Stahlstiche und Lithographien ähneln sich in der kunsthandwerklichen Ausarbeitung und begeistern alle mit ihren fein ziselierten Strichen, der zarten Farbigkeit und großer Tiefenschärfe. Alte Ansichten kennt man aus hochrangigen Gemäldesammlungen alter Meister. Doch auch im privaten Umfeld, einem Ingenieurbüro oder einer Arztpraxis setzen historische Bilder gekonnt Akzente an der Wand.

 

Gemälde kaufen beim Experten
Wollen Sie Gemälde kaufen, die keine Eintagsfliege sind? Dann sind alte Ansichten als Kunstdrucke eine gute Idee. Sie zeugen von hohem, handwerklichen Können und vermitteln einzigartige Eindrücke früheren Lebens. Welche Themen gefallen Ihnen besonders? Wer alte Bilder kaufen möchte, hat eine große Auswahl: Sakral- und Profanbauten, berühmte Personen oder welthistorische Ereignisse werden schon seit Jahrhunderten von zeitgenössischen Künstlern ins Bild gesetzt.

Interessant ist, dass oft auch Alltagsszenen wie Kinder mit Hund, eine Dame mit Obstschale, ein Esel oder der Maler bei der Arbeit im Atelier auf vielen Stichen abgebildet sind. Diese Kunstdrucke haben ihren Reiz darin, dass sie historische Momentaufnahmen oder städtisches Leben für die Nachwelt festhalten und mit ihrer Ruhe und Besinnlichkeit zum Verweilen einladen.

 

Historische Druckverfahren
Schon im 12. Jahrhundert beschrieb Theophilus Presbyter, ein Benediktinermönch, die Technik der Kupferstichs. Diese als grafisches Tiefdruckverfahren oder Chalkographie bezeichnete Gravurtechnik wurde ursprünglich zur Verschönerung von Silberschmiedegegenständen und Waffen angewendet. Da sich nicht nur Muster, sondern auch Bilder und detaillierte Sujets auf Kupferplatten gravieren ließen, druckte man in der Folge auch auf Papier.

Eingravierte Striche wurden zunächst mit Puder, später mit Farbe bestrichen und mit einer Druckwalze auf das Papier gedruckt. Die ein bis drei Millimeter dicken Kupferplatten werden sorgfältig geschliffen und poliert, ehe graviert werden kann. Mit einem sogenannten Grabstichel wird dann die Zeichnung seitenverkehrt aufgetragen: Die eingeritzten und später auf der erwärmten Kupferplatte mit Farbe bestrichenen Gravuren erscheinen nach dem Druck farbig. Die restliche, nicht eingeritzte Fläche bleibt weiß.

Sämtliche Arbeitsschritte beim Kupferstich sind aufwendig und anspruchsvoll. Albrecht Dürer, einer der großen Meister von Kupferstichen, arbeitete an seinem berühmten Blatt “Ritter, Tod und Teufel” mehr als drei Monate. Kupferstiche erkennt man an der parallelen Strichführung und den Schraffuren. Es gibt nur Linien und Punkte. Schatten und Ränder sind dabei nicht zu sehen. Lucas van Leyden, Albrecht Dürer und Peter Paul Rubens gehören zu den berühmtesten Kupferstechern.

Stahlstiche durchlaufen ein ähnliches Herstellungsverfahren wie Kupferstiche. Diese Technik entstand auf Basis des Kupferstichs 1820 in Amerika zum Drucken von Geldscheinen und Briefmarken. Man ritzte Zeichnungen auf erwärmte Stahlplatten, die dann vor dem Drucken mit dickflüssiger Farbe bestrichen werden. Seine Blütezeit erlebte der Stahlstich Mitte des 19. Jahrhunderts: Man verwendete ihn in der Reproduktion beliebter Bilddarstellungen sowie in der Buchillustration.

Lithographien werden – im Unterschied zu Kupferstichen und Stahlstichen – maschinell oder handwerklich mit dem Steindruckverfahren hergestellt. Vom Griechischen “grafein” (schreiben) leitet sich diese Handwerkstechnik ab, die als älteste Druckmethode gilt. Bei diesem Flachdruckverfahren werden Illustrationen seitenverkehrt auf Stein geritzt und zum Vervielfältigen mit der Steindruckpresse auf Papier oder Leinwand übertragen. Die im 19. Jahrhundert beliebte Druckform für Werbeplakate oder Künstlerdrucke wird heutzutage im Hoch-, Flach-, Tief- und Durchdruck ausgeführt, je nachdem, wieviele Stellen bedruckt werden sollen.

Kunstdrucke wirken unmittelbar durch die glaubwürdige und künstlerische Darstellung ihrer Themen. Als Käufer wählen Sie Kupferstiche, Stahlstiche oder Lithographien in unterschiedlichen Ausführungen und Größen, je nach Gegebenheit im eindrucksvollen Breitformat oder als kleinerer Kunstdruck. Auch mehrere zueinander passende Leinwanddrucke sind wirkungsvoll: Die auf Holzkeilrahmen aufgezogenen Leinwände unterstreichen ein gehobenes Wohn- und Arbeitsambiente mit Sujets, die nicht nur Kunstfreunde erfreuen!

2 Kommentare zu “Historische Druckverfahren

  1. VOR 70 JAHREN ERBTE ICH, – LT.AUSSAGE DES SPAETEREN RAHMERS EIN NACH AELTEREM VERFAHREN GEDRUCKTES OELBILD, WELCHES M-E. UM DIE 120/J. HABEN MUESTE (WAR UNTER GLAS IN EINEM SCHWARZEN LACKRAHMEN, DASS.. DANN AUF KARTON GEBRACHT UND OFFEN GERAHMT WURDE!!MOTIV = EIN KORNFELD MIT BOCK U. RICKE, MIT SIGNUM “K WAGNER” (!?)….WELCHES ICH GERNE ALS SOLCHES “ANSPRECHEN ” MOECHTE! BITTE HELFEN SIE MIR DAZU!?…MFG. “E.D”..–7-9-17

    • Sehr geehrter Herr Dornhöffer,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte formulieren Sie etwas genauer, was genau Sie wissen möchten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Benjamin Kant

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