Kein Bauwerk prägt Magdeburg so wie der Dom St. Mauritius und Katharina. Seine beiden Türme sind von der Elbe, vom Werder und aus der Börde zu sehen – und genau deshalb haben ihn Zeichner und Stecher über Jahrhunderte immer wieder ins Bild gesetzt. Wir zeigen, was die Ansichten aus dem 19. Jahrhundert verraten und welche es bei uns als Kunstdruck gibt.

Der erste gotische Dom auf deutschem Boden
Nach dem Stadtbrand von 1207 ließ Erzbischof Albrecht II. ab 1209 einen neuen Dom errichten – als ersten Kirchenbau auf deutschem Boden, der von Anfang an im neuen gotischen Stil geplant war. Der Bau zog sich über drei Jahrhunderte hin; erst 1520 waren die Türme vollendet. Im Dom liegt Kaiser Otto der Große begraben, der Magdeburg zu seiner Lieblingspfalz gemacht hatte und 968 das Erzbistum gründete. Sein Grab und das Grab seiner ersten Frau Editha machen den Dom bis heute zu einem Ort von europäischem Rang.
1631: Der Dom überlebt die Stadt
Am 20. Mai 1631 eroberten die kaiserlichen Truppen unter Tilly die Stadt. Magdeburg brannte fast vollständig nieder, zehntausende Menschen starben – die „Magdeburger Hochzeit“ wurde zum Inbegriff des Schreckens im Dreißigjährigen Krieg. Der Dom überstand die Zerstörung. Die Überlieferung erzählt, dass Domprediger Reinhard Bake vor Tilly auf die Knie fiel und um Gnade für die Menschen bat, die sich in den Dom geflüchtet hatten. Diese Szene zeigt der Holzstich „Tilly und Domprediger Bake“; das Blatt „Tillys Einnahme Magdeburgs“ hält die Eroberung selbst fest.
Der Dom in den Ansichten des 19. Jahrhunderts
Die meisten unserer Dom-Ansichten stammen aus der Zeit zwischen 1840 und 1880, als Stahlstich und Holzstich die illustrierten Zeitschriften eroberten. Jede zeigt den Dom aus einer anderen Richtung – und damit ein anderes Magdeburg:
- Magdeburger Dom mit Schiffmühlen – Stahlstich um 1860 aus Paynes Universum. Vor dem Dom liegen die Schiffmühlen auf der Elbe, die bis ins 19. Jahrhundert das Korn der Stadt mahlten.
- Magdeburger Dom von Norden – Stahlstich um 1860 nach einer Zeichnung von Ludwig Rohbock, dem wohl fleißigsten Vedutenzeichner seiner Zeit.
- Domansicht von Osten – Holzstich nach Hugo Spindler mit dem Chor und den Dächern der Altstadt.
- Dom und Stadtansicht von Osten – Lithographie um 1840, eine der frühesten Ansichten in unserem Bestand.
- Der Magdeburger Dom – Lithographie um 1850 von R. Burger: die Westfassade mit den beiden Türmen, das klassische Postkartenmotiv.
- Dom zu Magdeburg – Stahlstich um 1860, auch als Leinwand 40 x 60 cm.
- Elbansicht mit Dom – kolorierter Stahlstich: die Stadt vom östlichen Elbufer mit Brücke und Segelschiffen.
- Kathedrale und Leipziger Tor – Skizze um 1900 von Flottwell.
- Blick vom Dom – Ansichtskarte um 1910: der Blick von den Türmen über die Stadt, wie sie vor dem Zweiten Weltkrieg aussah.

Worauf Sie beim Betrachten achten können
Vergleichen Sie die Türme: Auf den Ansichten von Osten wirkt der Dom gedrungen, weil der lange Chor den Blick bestimmt; von Westen dominieren die beiden Türme mit ihren durchbrochenen Helmen. Achten Sie auch auf die Umgebung – Schiffmühlen, Stadtmauer, Fähren und Kähne erzählen vom Alltag an der Elbe. Und auf den Ansichten vor 1945 sehen Sie die dichte Altstadt mit ihren Giebelhäusern, die im Januar 1945 fast vollständig zerstört wurde.
Für Magdeburger und alle, die es werden
Ein historischer Dom-Stich ist ein Geschenk für alle, die Magdeburg verbunden sind: zum Einzug, zur Hochzeit im Dom, zum Jubiläum im Betrieb oder als Erinnerung für Weggezogene. Alle Motive finden Sie in der Kategorie Magdeburger Stadtgeschichte – auf Leinenpapier ab 12,90 €, auf Hahnemühle-Bütten und in vielen Fällen als Leinwand. Für Museen, Gemeinden und Vereine gibt es Paketpreise.
